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Mit Stimme und Gesten Gegenstände steuern

Ob TV oder Smartphone - über die Sprache lassen sich Geräte schon heute steuern. Allerdings stößt die Technik an Grenzen. Im Projekt Silense will man Sprach und Gestensteuerung kombinieren und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verbessern.

Herausforderung

Das Problem bei der Sprachsteuerung heute ist, dass die Software immer auf das lauteste Geräusch im Raum hört. Bei lärmenden Kindern im Hintergrund, einem Zug, der neben dem Haus vorbeifährt oder eine Person, die hustet, versagt die Sprachsteuerung gerne mal. Das Forschungsteam im Projekt „Silense“ will die Sprachsteuerung verbessern und mit der Gestensteuerung kombinieren.

Projekt Silense

Im ECSEL JU Projekt Silense geht es um die Entwicklung akustischer Technologien und Gestensteuerung an der Schnittstelle Mensch und Maschine. Weniger Stromverbrauch, präzisere Spracherkennung sowie die kombinierte Steuerung über Gesten stehen im Mittelpunkt der Forschungen. Die Technologien können dann in sogenannten Wearables, also Computertechnologien, die man am Körper oder am Kopf trägt, selbstfahrenden Autos oder „Smart-Home“ Anwendungen eingesetzt werden und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine besser gestalten.

Technische Innovation

Insgesamt arbeiten europaweit 32 Partner aus 9 Ländern daran, die intelligenten, akustischen Technologieblöcke auf verschiedenen Ebenen – sowohl Hardware, Software als auch auf Systemebene – zu verbessern. Ziel ist es, den Kosten- und Energieverbrauch zu senken und die Leistung (Frequenzbereich, Empfindlichkeit und Effizienz) von mikroakustischen Wandlern zu verbessern. Im Projekt sollen auch die Einhausungs- und Montagetechniken verbessert werden. Das betrifft insbesondere die monolithisch integrierten Arrays mikroakustischer Wandler mit der zugehörigen Elektronik.

Gearbeitet wird auch an smarten Algorithmen für die akustische und sensorische Datenkommunikation sowie an einer kombinierten Stimm-/Sprachklangmodulation und Gestensteuerung mit ein und demselben Wandler. Die Entwicklungen sollen jedenfalls das Verständnis zwischen Mensch und Maschine weiter verbessern. Viele Anwendungen sollen davon profitieren. Nicht nur Sprachassistenten und die Steuerung von Autos oder Haushaltsgeräten könnten verbessert werden auch für den Krankenhausbereich ergeben sich Verbesserungen: Durch die berührungslose Steuerung von Geräten müssen keine bakterienanziehenden Displays berührt werden, und das wirkt sich positiv auf die Hygiene aus.

Projektfakten

Titel: Silense
Projektleitung: NXP Semiconductors Belgien N.V.
Laufzeit:  3 Jahre (Start 05/2017)
Partner: 32 aus 9 Nationen 
Projektpartner:
Belgien: NXP Semiconductors Belgium N.V, Interuniversitäair Micro-Electronica Centrum V.Z.W., Verhaert New Products and Services N.V. Deutschland: Infineon Technologies AG, Technische Universität Berlin, Technische Unvierität Chemnitz, Continental Frankreich: NXP Semiconductors France, SAS Coventor SARL, Commissariat a l'Energie Atomique et aux Energies Alternatives (CEA), Institut Mines-Telecom Großbritannien: Speedo International Ltd Niederlande: NXP Semiconductors Nederland B.V., Solmates B.V., Synopsys Netherlands B.V, Nederlandse Organisatie Voor Toegepast-Natuurwetenschappelijk Onderzoek (TNO), Technische Universiteit Delft, Technische Universiteit Eindhoven Norwegen: Stiftelsen Sintef, Elliptic Laboratories AS Österreich: Infineon Technologies Austria AG, CTR Carinthian Tech Research AG, Linz Cneter of Mechatronics GmbH, Universität Linz Spanien: Fundacion Prodintec, BCB Informatica Y Control S.L., Grupo Antolin Ingeniera S.A., Laboratorius Alpha San Ignacio Pharma SL Tschechische Republik: Institut Microelectronic Applications IMA,  Brno University of Technology CEITEC - Central European Institute of Technology, USTAV Teorie Informace a Automatizace AV CR.V.V.I

Programm: ECSEL JU 

Das Silence Projekt wird im Rahmen von ECSEL JU (Electronic Component Systems for European Leadership Joint Undertaking) gefördert. Das Joint Undertaking Programm wird durch Mittel aus dem europäischen Horizon 2020 Programm und den Ländern Belgien, Niederlande, Frankreich, Deutschland, Österreich, Spanien, Tschechien, Norwegen und Großbritannien gefördert.

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F&E Kommunikation: Birgit Rader-Brunner
Tel.: +43(0)664-4884 712
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