Ihr Startpunkt für Innovation

Exakte Hirndruckmessung über Funk

Kabelgebundene Sonden weisen ein sehr hohes Infektionsrisiko auf und verlangsamen den Heilungsverlauf. Mittels eines eigens entwickelten Funksensors kann der Druck im Gehirn kabellos gemessen werden und der Patient schneller und besser genesen.

Ihr Ansprechpartner bei CTR

Dipl.Ing. Alfred Binder

Heterogeneous Integration Technologies

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Success Story

Nach Kopfverletzungen, Operationen oder Schädelhirntraumata ist es entscheidend den Hirndruck genauestens zu überwachen. Zurzeit werden hierzu kabelgebundene Sonden verwendet, die durch die Schnittstelle Schädel-Sonde-Außenwelt anfällig für Verunreinigungen und Infektionen sind. In Kooperation mit dem führenden medizintechnischen Mikrosensorhersteller UNISENSOR, wurde an einem implantierbaren, passiven SAW-Mikrosensor geforscht. Der Sensor wird dabei knapp unter die Schädeldecke eingesetzt und eine Antenne unter der Kopfhaut plaziert, welche durch sie hindurch funkt. Dieser Ansatz ermöglicht höchste Sterilität und vermindert das Infektionsrisiko, um ein Vielfaches. Die Übertragung der Daten über Funk ermöglicht ein kontinuierliches und vor allem schonendes Patientenmonitoring. Ziel ist es, mit dem Prinzip eines Membransensors die Basis für eine Kraft- und Druckdiagnostik für Anwendungen in der Neurologie aber auch Gastrologie, Urologie oder Orthopädie zu schaffen. Neben der Medizintechnik, könnten weitere Anwendungsgebiete in der Labortechnik, Diagnostik oder sogar in industriellen Anwendungen erschlossen werden. Besondere Herausforderungen in der Entwicklung sind die hohen Anforderungen an die Auflösung und Empfindlichkeit des Funksensors. Ein erster Prototyp wurde bereits entwickelt. Er verfügt über eine gute Sensitivität und löst den angestrebten Druckbereich von 100 mbar gut auf. 2013 konnten wichtige Fortschritte in der Funkübertragung erzielt werden. Gemeinsam mit der FH Joanneum in Kapfenberg wurde eine 2,4-GHz-Antenne entwickelt, die durch 4 cm dickes künstliches Gewebe problemlos funkt. Die Antenne wurde in Verbindung mit dem Drucksensor erfolgreich getestet. Die passive Funksensorik bietet viele Ansatzpunkte in der medizinischen Telemetrie, welche es weiter zu erforschen gibt.

Wirkungen und Effekte

Weltweit, als eines der ersten Teams beschäftigt sich die CTR AG mit implantierbaren Drucksensoren. Das Potenzial für die Medizintechnik ist sehr vielversprechend und weitreichend. Im Rahmen von weiterführenden Projekten und klinischen Studien soll an bereits erreichte Forschungsergebnisse angeschlossen werden und der Impulse für neue internationale Kooperationen zu ähnlichen Themen initiiert werden.

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