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CTR Bilanz 2016: Villachs Forschungszentrum wächst mit Schrittmachertechnologien

CTR steigert Forschungsvolumen auf 7,4 Mio Euro und positioniert sich nachhaltig in Österreichs und Europas Forschungslandschaft. Stadt Villach unterstützt langfristig weiteres Wachstum.

Mikrosensorik, Mikrosysteme, Forschung, Schrittmachertechnologien

Villach unterstützt die CTR für weitere fünf Jahre v.l. Simon Grasser (CTR), Günther Albel (Bürgermeister Stadt Villach),Werner Scherf (CTR)

Schrittmachertechnologien Mikrosensorik & Systemintegration

Im Jahr 2016 bilanzierte die CTR äußerst positiv: Die Forschungsleistung stieg auf 7,4 Mio. Euro, davon stammen 6,7 Mio. Euro aus projektbezogenen Aufträgen. Das ergibt einen Selbstfinanzierungsgrad von 91 Prozent. „Es ist uns gelungen mit den Schrittmacher-technologien der Mikrosensensorik und Systemintegration die CTR nachhaltig in Österreichs und Europas Forschungslandschaft zu positionieren“, sagt Werner Scherf geschäftsführender Vorstand (CEO) der CTR bei der heutigen Bilanz-Pressekonferenz für das Jahr 2016. Mit der Intelligenten Sensorik und Systemintegration bietet die CTR Schrittmachertechnologien, die als Wachstumsmotor für die Wirtschaft gelten.

Stadt Villach sichert Unterstützung für 5 Jahre

Die Stadt Villach unterstützt das weitere Wachstum der CTR durch eine Basisfinanzierung, in Form eines Gesellschafterzuschusses von 270 TEUR jährlich, für die nächsten fünf Jahre. Bürgermeister Günther Albel: „Mit dieser Finanzierung unterstützen wir das Wachstum der CTR und stellen die Weichen für eine weitere gedeihliche Entwicklung unserer Stadt, die den Herausforderungen der Zukunft – Stichwort Industrie 4.0 – selbstbewusst entgegenblicken kann”  Villach gehört zu den wenigen Städten, die sich als Teileigentümer – 10 Prozent Anteil an der CTR - mit ihrer offensiven Förderungspolitik aktiv an Forschung und Entwicklung beteiligen.

Albel: “Das Team der CTR trägt mit den erfolgreichen Forschungen  maßgeblich zur Positionierung Villachs als Hightech-Standort bei. Der Erfolg – rund 50 Prozent aller Patente haben ihren Ursprung in Villach – gibt uns recht. Das sind beste Voraussetzungen, um aktiv am Silicon Austria teilzunehmen“

Hochqualifiziertes Forschungsteam

Im Jahresschnitt zählte das Team der CTR 60 Mitarbeiter mit einem Akademikeranteil von über 90 % aus den Bereichen Elektrotechnik, Mechatronik, Technische Physik, Chemie, Telematik, Informatik. 2016 absolvierten insgesamt 35 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am CTR ihre Dissertationen, Masterarbeiten oder Praktika. Das Forschungsteam setzte 56 Projekte um, davon 11 Prozent mit Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen. Das durchschnittliche Projektvolumen beträgt 120 TEUR.

„Für uns ist unser Team aus exzellenten WissenschaftlerInnen ein wichtiges Fundament, um unsere Forschungsleistungen für die Industrie effizient und  zielorientiert umzusetzen und nachhaltig Kompetenzaufbau zu betreiben“, erklären Werner Scherf und CTR- Finanzvorstand Simon Grasser.

Internationaler Sichtbarkeit

Wie gut die CTR mit den Forschungskompetenzen aufgestellt ist, zeigt sich an der Integration in eine Vielzahl an nationalen und internationalen Projekten. Mit dem COMET-K1 Exzellenzzentrum ASSIC (Austrian Smart Systems Integration Research Center) kann die CTR mit 24 internationalen Partnern strategische Forschungsprojekte durchführen. Insgesamt acht weitere geförderte Forschungsprojekte laufen bei der CTR in nationalen und internationalen Forschungsprogrammen (FFG, ECSEL, SOLAR-ERA.NET…).2016 war die CTR an zehn Förderanträgen beteiligt und wirkte national aktiv im Silicon-Austria-Prozess des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) mit.

„Die Vernetzung auf regionaler und internationaler Ebene stärkt die Sichtbarkeit des gesamten Wissens- und Technologiestandortes Villach im europäischen Umfeld“, so Scherf.

Anwendungsorientierte Forschung

Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie und den wissenschaftlichen Partnern hat zu einer Vielzahl von Prototypen und Lösungen beigetragen, die zu neuen Produkten und Dienstleistungen führen. So konnten neue Ansätze in der Feinstaub-Partikelsensorik realisiert und neue Lasertechnologien für Scheinwerfer demonstriert und die Einsetzbarkeit der Laserzündung für die kommende europäische Weltraumrakete Ariane belegt werden.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden drei Patente zur Patentanmeldung eingereicht, zwei wurden erteilt. Der Bestand an Patenten, die eigenständig oder gemeinsam mit Forschungskunden entwickelt wurden, erhöhte sich damit auf über 80.

Investition in Infrastruktur

Als neues Herzstück der Forschungen gelten die zwei Forschungsreinräume für Mikrochipforschung und deren Systemintegration. Bis dato investierte man rund 2,5 Mio Euro. In den kommenden Jahren werden - mit Unterstützung des Landes und des EFRE Fonds - weitere 2 Millionen Euro in den Ankauf neuester Geräte für Aufbau- und Verbindungstechnologien sowie 3D-Druckverfahren investiert.

Mit dieser Infrastruktur und der bestehenden Aus¬stattung im Bereich Optik, Mikroelektronik, Mechatronik und multiphysikalischer Simulation verfügt man am Standort in Villach über beste Voraussetzungen für zukunftsweisende Entwicklungs- und Forschungsprojekte.

“Durch die Forschungskompetenz, die Infrastruktur und durch das internationale Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft konnte sich die CTR unter den Top-Playern im Bereich der Mikroelektronik und elektronikbasierter Systeme positionieren”, resümieren die beiden CTR-Vorstände Dr. Werner Scherf (CEO) und DI Simon Grasser, MBA (CFO).

Über die CTR

Die CTR ist das größte außeruniversitäre Forschungszentrum in Kärnten und gehört zu den führenden Forschungsinstituten Österreichs im Bereich der intelligenten Sensorik und Systemintegration. Ziel und Auftrag ist es, neuartige Sensor Technologien (Photonik, Sensorik, Mikro- und Nanosysteme sowie Aufbau-, Verbindungs- und Integrationstechnologien) für die Industrie zu entwickeln und sie in konkrete Anwendungen zu integrieren.Die CTR wurde 1997 gegründet und forscht in regionalen, nationalen und internationalen Projekten. Zu den Forschungspartnern zählen u.a. ABB, AT&S, AVL List, Infineon Technologies, Lam Research, EPCOS, Philips Austria, Siemens, TIPS Messtechnik sowie die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), die TU Wien, die FH Kärnten, die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt oder das EPFL Lausanne.

Der Jahresbericht 2016 ist auf  www.ctr.at als Download verfügbar:  pdf-link

Fotodownload (300dpi), unter Angabe des Copyrights - © CTR honorarfrei verwendbar

Weitere Bilder

Forschung für die Praxis: Smarte Sensoren machen das Kochen intelligent vorne: Werner Scherf (CTR), Günther Albel (BGM), 2. Reihe: Christoph Mayer (CTR Forscher), Simon Grasser (CTR)

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Mikrosensoren und elektronisch basierte Systeme gelten als Wachstumsmotor für die österreichische und europäische Wirtschaft. ©CTR/Hannes Kohlmeier

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