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Wer hat mehr Strom aus der Sonne geholt?

Die Optimierung der Systemeffizienz und des Herstellungsprozesses von Photovoltaik-Modulen, war die Mission, die das Photovoltaik Forschungsprojekt IPOT und seine neun Partner vereinte. Jetzt wurde das Projekt nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen. Die Forschungsergebnisse sind wegweisend.

IPOT Team

Das IPOT-Forscherteam hat die Systemeeffizienz und den Herstellungsprozess von Photovoltaik-Modulen optimiert.

Im Projekt "IPOT - Intelligent Photovoltaic mOdule Technologies" haben sich vor vier Jahren Unternehmen mit Forschungsinstitutionen entlang der gesamten Photovoltaik-Wertschöpfungskette vereint. Die Partner waren neben den Forschungszentren CTR und AIT Austrian Institute of Technology (AT), die Industriepartner Infineon Technologies Austria (AT), KIOTO Photovoltaics (AT), Energetica (AT), Flextronics (AT), Isovoltaic (AT), Ulbrich (AT) und Polytec PT (DE). Ihr erklärtes Forschungsziel war es, durch gemeinsame Forschung und Entwicklung die Photovoltaik-Module und deren Systemeffizienz (Wirkungsgrad und Zuverlässigkeit) zu optimieren und gleichzeitig ihre Herstellungskosten zu senken.

 


ERGEBNISSE DES FORSCHUNGSPROJEKTES

CTR Projektleiterin Dr. Christina Hirschl, kann eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Die Kooperation brachte einige wegweisende Ergebnisse hervor: Der Modulrahmen wurde bei gleichem Materialeinsatz um 100 % stabiler, was eine höhere Laststabilität mit sich bringt. Durch die Entwicklung eines neuartigen Einbettungsmaterials erzielte man eine Reduktion des Laminationsprozesses von ca.15 Minuten auf unter 10 Minuten und eine Leistungsverbesserung gegenüber herkömmlichem Einbettungsmaterial. Zudem belegte das Projektteam eine höhere Leistungserbringung der Module durch zusätzliche Sortierung der Zellen. In Laborentwicklungen kreierte man Gläser mit Ionenätzung, deren Transmission besser war als am Markt verfügbare. Außerdem entwickelte das Forscherteam neuartige Klebematerialien, und -prozesse, um den Lötprozess zu ersetzen, sowie lichtreflektierende Bänder zur Verkabelung der Module. Neben diesen Entwicklungen entwickelte man auch eine intelligente Elektronik in Form eines Maximum-Power-Point-Trackers, der selbst bei Verschattung die Stromzufuhr optimiert. Hirschl: "Die Ergebnisse sind bemerkenswert, und das trotz dem wirtschaftlichen Wandel auf dem Photovoltaik-Markt. Sie sprechen für die hervorragende Zusammenarbeit im gesamten Konsortium. Der Dank geht an alle Partner."

Wissenschaftliche Bilanz

Aus wissenschaftlicher Sicht konnten 3 Patente eingereicht, 57 wissenschaftliche Publikationen, 6 wissenschaftliche Master-Arbeiten, 2 Dissertationen sowie rund 120 Modul Demonstratoren realisiert werden. Ein weiteres Patent ist noch in Ausarbeitung. Neben den technischen Entwicklungen gelangen auch Erfolge in der Innovationskultur. Gemeinsam erhielt man den ENERGY GLOBE AWARD Kärnten 2013, die Nominierung für den ENERGY GLOBE AUSTRIA und initiierte gleich drei Folgeprojekte aus der IPOT-Forschungsarbeit. Die Ergebnisse belegen, wie man durch gemeinsame Forschung und Entwicklung die Photovoltaikindustrie und deren Wettbewerbsfähigkeit stärken kann.

Das Projekt IPOT wurde als K-Projekt im COMET - Competence Centers for Excellence Technologies Programm durch BMVIT, BMWFW und dem Land Kärnten gefördert und von der FFG abgewickelt.

Über die CTR

Die CTR ist das größte außeruniversitäre Forschungszentrum in Kärnten und gehört als COMET-Exzellenzzentrum zu den führenden Forschungsinstituten Österreichs. Ziel und Auftrag ist es, neueste Sensor-Technologien (Photonik, Sensorik, Energie- und Mikrosystemtechnik) für die Industrie zur Automation, Prozess- und Qualitätskontrolle zu entwickeln. Die Leistungen reichen von ersten Machbarkeitsstudien über Simulationen, Tests bis hin zu Systemlösungen. Gegründet 1997, vereint die CTR ein Team von 60 hoch qualifizierten Menschen, die über 75 Patente realisiert und in regionalen, nationalen und internationalen F&E Projekten forschen. Die CTR ist Mitglied der FORSCHUNG AUSTRIA.

Weitere Information

 

Medienrückfragen an

Mag. Birgit Rader-Brunner (@rad_brun)
Tel.: +43(0)664-4884 712
E-mail: birgit.rader@ctr.at

Foto Download, honorarfrei verwendbar unter Angabe des Fotocredits CTR.

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